7. März 2013

Steinway & Sons verkauft 2012 weniger Flügel und Klaviere als 2011

Der CEO von Steinway Musical Instruments, Michael Sweeney hat die ersten Ergebnisse der Piano-Sparte für 2012 bekannt gegeben. Das Geschäft lief nicht besonders gut, denn 2012 wurden weniger Instrumente verkauft als im Jahr zuvor. Im Einzelnen waren die Performances für die verschiedenen Marken, wie folgt:

KLAVIER-SPARTE von Steinway Musical Instruments:

Umsatz: US$ 216.8 Mio ( + USD$1.3 Mio gegenüber 2011)

Steinway & Sons -Flügel- verkaufte Einheiten: Minus 0.6% gegenüber 2011

Boston und Essex -Flügel & Klaviere- verkaufte Einheiten: Minus 5.4% gegenüber 2011

Dank der, wie jedes Jahr, stark erhöhten Fabrik- und Einzelhandelspreise zum 01. Januar 2012 wurde der Umsatz insgesamt gesteigert, obgleich weniger Instrumente verkauft wurden. Diese clevere Taktik führt in der Regel auch zum gesteigerten Profit, solange die Käufer mitspielen. Die Bruttomarge 2012 stieg somit von 35.6% (2011) auf 36,9 %.





Langsam ist die alte Frage der Konkurrenten berechtigt, ob die Instrumente von Steinway & Sons vielleicht nicht doch hoffnungslos überteuert sind. Es ist damit zu rechnen, dass das Management, der an der Wall Street notierten Aktiengesellschaft, die sich im Besitz von Samick und verschiedenen anderen Hedge Fonds befindet, weiterhin den Profit fest im Blick haben wird und versuchen wird die saftige Zitrone noch weiter auszupressen. 

Solange die Kunden das Spiel mitmachen, ist auch nichts dagegen zu sagen! Jeder muss  letztlich wissen, wofür er sein Geld ausgibt. Allerdings wird vielleicht das Schweizer Beispiel Schule machen: es läuft gerade eine Untersuchung der WEKO (Schweizerischer Kartellkommission) gegen Steinway & Sons. Auf dem Tisch liegen der schwerwiegende Verdacht der Marktmanipulation und der Preisabsprache zwischen Fabrik und Schweizer Händlern sowie Liefer- und Preisabsprachen der europäischen Händler untereinander.

Siehe auch dazu: