4. Februar 2013

Sofja Gülbadamova - „Große Romantiker zwischen Himmel und Hölle“

In der Reihe „Weltklassik am Klavier!“ gastiert die Wahlpariserin Sofja Gülbadamova mit ihrem Programm: „Große Romantiker zwischen Himmel und Hölle“.

Eröffnet wird das Programm mit drei bekannten Liedern von Schubert, die Liszt für das Klavier bearbeitete, um sie so einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Wunderbar die Vertonung von Gretchen am Spinnrad - dramatisch die der Jungen Nonne.

Es scheint, als hätte Schubert in seinem Todesjahr alle Energie zusammengefasst, um noch möglichst viel zu komponieren. Darunter auch den Zyklus mit den 3 letzten Sonaten. Vielleicht verstand er sich besonders nach dem Tod Beethovens als „Fortführer“ der klassischen Sonate und möglicherweise ist dies der Grund, warum in der Sonate c-moll oft musikalische Parallelen zu Beethovens Werk erkennbar sind.


Seine "Grande Sonate" schrieb Tschaikovsky im 1878 in der Schweiz und vollendete sie auf dem ukrainischen Gut Kamenka. Der Komponist selbst war von dem Werk nicht wirklich überzeugt und hielt es für "trocken". Doch die Uraufführung durch Nikolai Rubinstein bewegte ihn zutiefst und er äußerte in einem Brief seine Bewunderung für die "kraftvolle und überzeugende Interpretation dieses ... Werkes".






Sofja Gülbadamova, Preisträgerin zahlreicher Klavierwettbewerbe, gewann im Jahr 2008 gleich zwei internationale Wettbewerbe in Frankreich und erregte auch in Wien als Gewinnerin des Grand Prix beim Internationalen Rosario-Marciano-Klavierwettbewerb 2010 große Aufmerksamkeit. Bereits auf großen internationalen Podien, sowie bei namhaften Musikfestivals gastierend, gab sie im letzten Jahr ihr Debüt-Recital in Washington und im Jahr zuvor in London.
  
Geboren wurde Sofja Gülbadamova 1981 in Moskau. Ihre musikalische Ausbildung fing sie 1986 an der weltberühmten Gnessins' Spezialmusikschule (später Lyzeum) für hochbegabte Kinder in der Klasse von Michail Chochlov an. 1996 setzte sie ihr Studium beim amerikanischen Ausnahmepianisten Prof. James Tocco an der Musikhochschule Lübeck fort, studierte danach bei Prof. Jacques Rouvier (CNSMD de Paris) und rundete ihre Ausbildung mit der Unterstützung der Zaleski Stiftung an der legendären Ecole Normale de Cortot in Paris ab.

Termine und weitere Informationen: info@weltklassik.de, www.weltklassik.de