29. November 2012

Steinway reagiert auf Ermittlungen der Schweizer Behörden

Die Muttergesellschaft von Steinway & Sons, Steinway Musical Instruments in Waltham, Massachusetts hat auf die schweren Vorwürfe der Schweizer Wettbewerbsbehörden WEKO reagiert und am 29. November Stellung genommen.


Die Filiale Steinway & Sons in Hamburg wüsste nicht genau, worum es hier tatsächlich geht, heisst es. Man würde aber dort davon ausgehen, dass man  keine schweizerischen Gesetze gebrochen hätte. Steinway & Sons Hamburg gibt an,  im vollem Umfang mit den Ermittlern kooperieren zu wollen, um die Fakten so schnell wie möglich abzuklären.
Die weltweite erfolgreiche Verkaufsstrategie von Steinway & Sons setzt auf eine kleine Zahl von ausgesuchten Händlern, die eine lukrative Alleinvertretung für grosse Wirtschaftsgebiete erhalten. Bis jetzt war diese Methode der selektiven Distribution nicht beanstandet worden. Sie ist aber sehr problematisch, wenn dazu weitere illegale Absprachen zwischen den wenigen Händlern und dem Hersteller stattfinden. Dies ist wohl, was die Wettbewerbskommission WEKO nun vermutet und versuchen wird zu beweisen.
Die Steinway-Flügel geniessen weltweit seit langem einen sehr guten Ruf. Viele Käufer, ob privat oder staatlich sind in der Regel noch bereit dafür hohe Preise zu bezahlen.


Siehe auch dazu:
Wettbewerb-Behörde ermittelt gegen Steinway & Sons - Verdacht der illegalen Preisabsprache und Manipulation
Von dem Centennial Grand zum Steinway D-274
Steinway-Artist - Wertvolle Auszeichnung oder Marketing-Gimmick?
Verkauf von Steinway Pianos rückläufig im 3. Quartal 2012