24. Januar 2013

Marina Baranova

Marina Baranova wurde am 5. August 1981 in Charkiw geboren. Bereits mit drei Jahren wurde ihr die Welt der Improvisation am Klavier von ihrem Vater, Borys,  eröffnet. Bis heute ist ihr Klavierspiel, ihre Interpretationen, Aktivitäten und Improvisationen davon beeinflusst.

Mit fünf Jahren wurde sie als ein Ausnahmetalent am Musikgymnasium für musikalisch hochbegabte Kinder in ihrer Heimatstadt aufgenommen. Im Alter von elf Jahren gewann sie den 1. Preis beim nationalen Wettbewerb der Jugend in der Ukraine, dem sich eine Konzerttournee durch Finnland anschloss. So konnte sie schon in jungen Jahren Bühnenerfahrungen an internationalen Spielstätten sammeln.


1997 gewann Marina Baranova den 1. Preis beim Rundfunk-Wettbewerb in der Ukraine und war daraufhin an mehreren Fernseh- und Radio-Aufnahmen beteiligt. Beim internationalen Klavierwettbewerb „Internationale Prijs Emmanuel Durlet voor Piano 1999“ in Antwerpen wurde sie als jüngste Teilnehmerin des Wettbewerbes mit dem 3. Preis und einem Preis der belgischen Presse ausgezeichnet.

Ende der neunziger Jahre zog es sie nach Deutschland. Während ihres Studiums an der Hochschule für Musik Theater und Medien Hannover wurde Baranova jedes Jahr mit mindestens einem international anerkannten Preis bedacht. Sie besuchte eine Vielzahl an Meisterkursen und erweiterte ihre interpretatorische Erfahrung bei hervorragenden Pianisten: Elisso Virsaladze, Karl-Heinz Kämmerling, Naum Starkman, Hiroko Nakamura, Leonel Morales, Victor Makarov, Cecile Ousset und Stefano Fiuzzi. Vladimir Krajnev, bei dem Marina Baranova  ihre künstlerische Ausbildung mit Auszeichnung abgeschlossen hat und das Studium in der Soloklasse bis zu seinem Tod im April 2011 fortsetzte, schrieb über sie: „Ich schätze diese Pianistin besonders. Ihre künstlerische Individualität wird von einer beherrschten und tiefen Virtuosität, einer großen Aufmerksamkeit für die musikalischen Details und einer stets überzeugenden Intuition bei der Formenbildung geprägt und etabliert sie als einzigartige musikalische Persönlichkeit. Sie begeistert das anspruchsvollste Publikum".




Heutzutage konzertiert Marina Baranova auf renommierten Bühnen in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, Holland, Belgien, Polen, der Ukraine, Israel, Mexiko und Japan. Mit ihren leidenschaftlichen Interpretationen überzeugte sie Publikum und Presse auf Festivals, wie dem internationalen Klavierfestival Ferruccio Busoni 2005, der Wiener Musikwoche 2009, dem Merano Classic Festival 2008, dem Granada Piano Festival 2006 und 2008, der Schumann - Festwoche in Leipzig 2009, der Oldenburger Promenade 2005, der Tasta-Tour 2008 und bei der Veranstaltung des NDR 2005 „50 Jahre Auschwitz. Reden ist verboten, Schweigen unmöglich".

Ihre Konzert-Tournee 2009 im Rahmen von "Weltklassik am Klavier" wurde von der Presse euphorisch gefeiert. Sie trat als Solistin mit dem Slaska Philharmonie Orchester, dem Bromberger Rundfunk Orchester unter Leitung von Tadeusz Strugala, dem rumänischen Bacau Philharmonie Orchester unter Leitung von Ovidiu Balan und den Jerusalem Strings in Yad Vashem, Israel, unter Leitung von Dimitry Jablonski, auf.